Angst und was dagegen helfen kann

Angst und was dagegen helfen kann

Angst ist kein guter Begleiter 

Aktuell sind aufgrund der sogenannten „Corona-Krise“ verständlicherweise viele Mitmenschen verunsichert und verängstigt.
Ich möchte das zum Anlass nehmen, mal etwas Grundsätzliches zum Thema Angst  zu schreiben, denn  es gibt auch ohne das aktuelle Geschehen  sehr viele Menschen, die unter verschiedenen Ängsten leiden!

Viele von Ihnen/Euch sind im Moment verunsichert was da gerade um uns herum geschieht und haben

  • Angst, dass sie selber oder ihre Angehörigen am Corona-Virus erkranken
  • Angst, um ihren Job oder um ihre Existenz
  • Angst, nicht mehr wie gewohnt alle Güter zur Verfügung zu haben
  • Angst vor Isolation
  • Angst davor, wie es weiter gehen wird

Doch was macht  Angst mit unserem Körper?
Angst ist kein guter Begleiter, so habe ich oben geschrieben, und das ist sie in der Tat nicht!
Angst bindet unsere Lebenskraft!
Diese Kraft, die wir für ein glückliches und gesundes Leben brauchen, kann uns dann, wenn die Angst zu groß wird, nicht mehr in ihrem vollen Umfang zur Verfügung stehen.

Das hat unter anderem zur Folge, dass

  • das Immunsystem  angreifbarer wird
  • die Herzfrequenz und im Verlauf  eventuell sogar der Blutdruck steigt
  • es kann zu Schwindelanfällen kommen, die wiederum neue Angst erzeugen können
  • es durch die innere Anspannung zu Verspannungen von Muskelgruppen im Körper kommt (besonders betroffen ist häufig die Schulter- und Nackenmuskulatur)
  • der Schlaf schlechter wird, weil häufig gerade in der Nacht unangenehme Gedanken hochkommen, die  wach halten
  • die Konzentration schlechter wird und  dadurch kleinere oder auch größere Missgeschicke passieren können
  • durch die dauerhafte Angst die Fähigkeit abnimmt rationale Entscheidungen zu treffen
  • bereits bestehende Erkrankungen und Symptome verstärkt werden können
  • der Körper ständig in Alarmbereitschaft ist und bestimmte Hormone ausgeschüttete werden, die auf Dauer in hoher Dosis nicht gut für den Körper sind

Klingt alles unschön, ist es auch und darum auch wichtig, so schnell es geht aus der Spirale der Angst auszusteigen.

Wie gelingt der Ausstieg aus der Angst?
Dazu gebe ich gerne ein paar allgemeine Anregungen, möchte Sie aber auch darüber informieren, wie die Methoden, mit denen ich in meiner Praxis arbeite, helfen können.

  • Auch wenn es für den einen oder anderen von Ihnen/Euch nicht ganz einfach ist, rate ich gerade bei dem aktuellen Thema  dazu,
    den Medienkonsum stark einzuschränken. Gerade über die Nachrichten, Berichte in Sondersendungen sowie auch in sozialen Netzwerken wird unnötig Angst und Panik verbreitet, die mitunter nicht einmal ganz korrekt dargestellt sind.
  • Den Fokus ändern! Was ist damit gemeint?
    Es hilft gerade in dieser Zeit,  den Fokus auch mal auf was ganz anderes zu richten, z.B. einfach mal auf Dinge, die man schon lange nicht mehr gemacht hat oder sich mal in die Ruhe zurück ziehen und zu überlegen, was für Möglichkeiten vielleicht auch in der momentanen Situation liegen können.
  • Entspannung
    Puh, einfacher gesagt als getan oder?
    Stimmt, aber es lohnt sich damit zu beginnen! Jetzt!
    Atmen

    Nehmen Sie gleich mal einen tiefen Atemzug – tief in den Bauch – bis in den unteren Bauch hinein!
    Langsam ausatmen!
    Und noch einmal – tief einatmen – langsam wieder ausatmen! Kurze Pause……
    Und gleich noch einmal – tief einatmen – langsam wieder ausatmen!

    Es tut besonders gut, dabei für einen Moment die Augen zu schließen.  Und nach drei tiefen Atemzügen einfach den Atem normal kommen lassen und mal nachspüren.
    Es hilft diese kleine Übung immer mal wieder, über den Tag verteilt, zu wiederholen. Gerade wenn Angst aufsteigen will, hilft diese Übung ganz bei sich selbst zu bleiben.
    Meditation
    Meditieren ist auch eine wunderbare Möglichkeit, ganz bei sich selber anzukommen.
    Verbunden mit dem Atem und den Blick nach innen gerichtet, kann es gelingen, der Angst ganz in unserer Tiefe zu begegnen und zu erkennen woher sie eigentlich kommt.
    Für mich selber ist Meditation seit Jahren ein wichtiger täglicher Begleiter geworden.
    Es gibt so viele verschiedene Formen der Meditation und so ist es mir wichtig, auch in meiner Praxis, die Menschen zu unterstützen, die eine Meditationsmethode erlernen möchten.
    Dazu biete ich regelmäßig dienstags von 9.00-10.15 Uhr einen Meditationskurs  in einer kleinen Gruppe an.
    Darüber hinaus haben Sie aber auch die Möglichkeit eine Einzelsitzung mit mir zu vereinbaren, dann können wir gemeinsam nur für Sie schauen, was für eine Methode der Meditation Ihnen helfen kann, gerade dem Thema Angst besser zu begegnen.
    Yoga
    Auch mit Yoga haben wir die Möglichkeit, ganz im hier und jetzt mit uns selbst in Berührung zu kommen.
    Durch bestimmte Körperhaltungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Achtsamkeit kann es gut gelingen, alles was gerade im Außen um uns herum geschieht fern zu halten und ganz bei uns zu sein.
    Auch hierzu biete ich Einzelstunden an, wo wir gemeinsam ganz speziell für Sie einfache Yoga- und Atemübungen zusammenstellen, die Sie im  auch zu Hause ganz leicht weiterüben können.
  • Auch die Homöopathie bietet eine Vielzahl an Mitteln, die helfen können Angst- und Panikattacken auch im Akutfall zu begleiten.
    Wenn Sie von „Natur aus“ bereits zu den eher ängstlichen Menschen gehören, ist grundsätzlich dazu zu raten eine umfassende homöopathische Anamnese zu machen, denn nur so kann die Gesamtheit aller Symptome, Eigenschaften, Anlagen und Empfindungen erfasst werden und so ein konstitutionell wirkendes homöopathisches Mittel gefunden werden.
  • Systemisches Aufstellen ist neben der Homöopathie eine für mich sehr wertvolle Methode, mit deren Hilfe sich so viel zeigen kann.
    So kann man z.B. die Angst als Anliegen aufstellen und sich anschauen, was wirklich der Ursprung Ihrer Angst ist.
    Das können viele Möglichkeiten sein.
    Vielleicht ein traumatisches Erlebnis in der frühen Kindheit, oder sogar im Mutterleib, vielleicht aber auch eine ganz andere Situation, die den Körper jedes Mal wenn es bedrohlich wird wieder in dieses Ursprungsgefühl „Angst/Panik“ zurückversetzt. Das „Sichtbarmachen“ des Ursprungs Ihrer Angst hilft Zusammenhänge zu verstehen und der Körper kann sich neu ordnen.

Natürlich gibt es noch andere Methoden und Möglichkeiten das Thema Angst anzugehen und der Angstspirale zu entkommen.
Ich habe Ihnen hier lediglich die Methoden zusammengestellt, die ich selbst in meiner Praxis anbiete und mit denen ich Erfahrungen habe.
Auf jeden Fall lohnt es sich, sich seinen Ängsten (die im übrigen nichts mit Schwäche zu tun haben!) zu stellen und einen Weg zu finden um dauerhaft gelassener und entspannter zu reagieren zu können.

Wenn Sie noch Fragen haben melden Sie sich gerne telefonisch unter 05151/6061564. Wenn der AB anspringt, hinterlassen Sie mir einfach eine kurze Nachricht, unter welcher Telefonnummer und wann Sie am besten zu erreichen sind und ich melde mich sobald es mir möglich ist bei Ihnen!

Alles Gute – und bleiben Sie gesund!

Ihre Bettina Hubrich

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